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Konsolidierung der IT

Gesundschrumpfen statt Wachstum um jeden Preis

Man kennt es aus vielen Bereichen: Was einmal eingeführt wurde, bleibt bestehen – oft ohne sich regelmäßig zu fragen, ob es noch zeitgemäß ist. Gerade in der IT sammelt sich mit der Zeit Ballast an: Tools, die mal vielversprechend klangen, aber nie richtig genutzt wurden. Verträge, die einst sinnvoll waren, heute aber mehr kosten als nutzen. Systeme, die in ihrer Zeit gut funktioniert haben, inzwischen aber überholt sind.


Die Welt entwickelt sich weiter – und IT sollte mitgehen. Ein regelmäßiger Blick auf den Bestand kann hier Wunder wirken. Anstatt nach dem Motto "Mehr ist besser" immer weiter zu wachsen, ist es manchmal gesünder, bewusst zu verschlanken. Konsolidierung heißt nicht Verzicht, sondern Effizienzsteigerung. Es geht darum, die IT-Umgebung so zu gestalten, dass sie den heutigen Anforderungen entspricht, ohne unnötige Kosten und Komplexität mit sich zu bringen.


Warum ist eine IT-Konsolidierung sinnvoll?

  1. Kosten senken: Lizenzen, Wartungsverträge und Infrastrukturkosten steigen stetig. Was früher ein günstiger Einstieg war, kann heute durch geänderte Tarife eine echte Belastung sein.
  2. Übersicht bewahren: Je mehr Systeme und Anwendungen im Einsatz sind, desto schwerer wird es, den Überblick zu behalten. Verschlankung hilft, den Fokus zu behalten und IT-Prozesse besser zu steuern.
  3. Sicherheit erhöhen: Veraltete oder kaum genutzte Systeme können Sicherheitslücken darstellen. Ein klar strukturierter Bestand reduziert Angriffsflächen.
  4. Effizienz steigern: Doppelstrukturen und ungenutzte Tools bremsen die Produktivität. Eine schlanke IT ist oft eine schnellere IT.


Konkrete Beispiele für IT-Konsolidierung


Windows 10 Support-Ende – wie weiter?

Microsoft wird den Support für Windows 10 einstellen. Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt entscheiden müssen: Upgraden auf Windows 11, oder eine Alternative suchen? Wer alte Hardware weiter nutzen möchte, kann überlegen, ob ein Umstieg auf ein schlankes Linux-System sinnvoll ist. Das spart nicht nur Kosten für neue Geräte, sondern erhöht auch die Kontrolle über das eigene IT-Ökosystem.


Alte Hardware – entsorgen oder weiterverwenden?

Viele Unternehmen ersetzen ihre Hardware alle paar Jahre, oft aus Gewohnheit. Doch nicht immer ist das nötig. Ältere Rechner können mit einer neuen, ressourcenschonenden Softwareumgebung (z. B. Linux) oder als Thin Clients weiterverwendet werden. So bleibt die Investition in Hardware länger erhalten.


Digitale Souveränität – weniger Abhängigkeit von US-Diensten

Die aktuelle politische Entwicklung zeigt, dass Abhängigkeiten von US-amerikanischen Cloud- und Softwareanbietern (wie Microsoft, Google oder Amazon) ein Risiko darstellen können. Eine Konsolidierung der IT kann auch bedeuten, Alternativen zu prüfen: z. B. europäische Cloud-Anbieter oder Open-Source-Lösungen, die mehr Kontrolle über Daten und Infrastruktur ermöglichen. Das stärkt die digitale Souveränität und reduziert langfristig Kosten.


Anforderungen aufnehmen – was wird wirklich gebraucht?

Ein entscheidender Punkt bei der Konsolidierung ist die ehrliche Bestandsaufnahme der aktuellen Anforderungen. In vielen Unternehmen hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden verändert oder die ursprünglichen Erwartungen an bestimmte Funktionen haben sich als überzogen herausgestellt. Daher sollten Unternehmen folgende Fragen stellen:

  • Hat sich unser Personalbestand geändert? Müssen wirklich alle bisherigen Lizenzen und Tools weitergeführt werden?
  • Welche Funktionen nutzen wir tatsächlich – und welche waren nur ein vermeintlicher Bedarf?
  • Was ist wirklich kritisch für unseren Betrieb? Welche Funktionen können wir bei einem Ausfall kompensieren?
  • Gibt es alternative Wege, um Prozesse effizienter zu gestalten?
  • Sind Cloud-Dienste wirklich notwendig? Oder zahlen wir für Hochverfügbarkeit, die wir gar nicht brauchen?
  • Wie supportbar ist unser IT-System? Je komplexer die Umgebung, desto schwieriger wird die Fehleranalyse und desto teurer die Behebung.


Ein Beispiel aus der Praxis:

Ein Kunde hatte eine Cloud-Lösung mit VPN-Anbindung, um lokale Ressourcen wie Drucker, Scanner, Waagen und NAS einzubinden. Durch eine gewachsene, unübersichtliche Netzwerkinfrastruktur traten immer wieder schwer nachvollziehbare Verbindungsprobleme auf. Die Lösung bestand darin, zurück auf eine rein lokale Infrastruktur zu wechseln – mit Kiwi-Netz als Basis. Das Ergebnis: Reduktion der Netzwerkkomplexität, weniger Fehlerquellen und eine stabilere IT-Landschaft.


Es zeigt, dass es sich lohnt, auch unkonventionelle Wege zu beschreiten.


Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der beste Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme ist jetzt – und dann in regelmäßigen Abständen. Besonders lohnt sich eine Konsolidierung, wenn:

  • Verträge und Lizenzen auslaufen oder sich Tarife ändern
  • Hardware- oder Software-Upgrades anstehen
  • Die Unternehmensstruktur oder Arbeitsweise sich verändert hat
  • Die IT-Landschaft zu komplex geworden ist


Wie geht man vor?

Bestandsaufnahme machen:** Was wird aktuell genutzt? Was kostet wie viel? Wer arbeitet womit?

  1. Relevanz prüfen: Welche Tools und Systeme sind unverzichtbar? Was ist überflüssig oder kann durch eine bessere Lösung ersetzt werden?
  2. Alternativen bewerten: Gibt es schlankere, flexiblere oder günstigere Lösungen?
  3. Altes loslassen: Software, die nicht mehr genutzt wird, kündigen. Hardware, die nicht mehr gebraucht wird, verkaufen oder recyceln.
  4. Prozesse optimieren: Weniger, aber dafür besser abgestimmte Tools bedeuten oft weniger Reibungsverluste und eine einfachere Wartung.


Fazit

Die IT-Konsolidierung ist kein Zeichen von Rückschritt, sondern von kluger Unternehmensführung. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Herausforderungen groß sind, zahlt sich eine schlanke, effiziente IT aus. Wachstum um jeden Preis ist kein nachhaltiges Konzept – smarte Konsolidierung schon.


Wie kann tuteco helfen?

Wir stellen die richtigen Fragen – und das hat unseren Kunden schon geholfen, ihre IT schlanker, effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Mit unserer strukturierten Bestandsaufnahme und unserer CMDB auf Odoo-Basis mit integriertem Dokumentationssystem (alles Open Source) bieten wir das ideale Werkzeug für eine durchdachte Konsolidierung.


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Alles Kiwi oder was soll das?